Schoko-Bananen-Torte mit Fondantüberzug

Happy Valentine!

Für meinen liebsten Göttergatten gabs heute zur Feier des Tages eine kleine Valentinstagtorte <3

Sie schmeckt herrlich schokoladig, saftig und bananig :-) .

Wem der Fondant zu süß oder fummelig ist, kann die Torte natürlich auch mit einer Marzipandecke überziehen, oder einfach schön mit der Creme dekorieren.

Für eine 18cm Springform braucht man an Zutaten:

Teig

  • 125g Mehl
  • 90g Zucker
  • 15g Kakaopulver, echt
  • 1/2 P. Backpulver
  • 70ml Öl
  • 1,5 TL Essig
  • 140ml Wasser
  • 1 Pr. Salz

Creme

  • 1 P. Vanillepuddingpulver
  • 200ml Sojamilch
  • 200ml Bananensaft
  • 2 EL Zucker
  • 250g Alsan, weich
  • Schokostreusel
  • 1 Banane, in Scheiben geschnitten

Fondant

  • 1/2 P. Agartine
  • 60ml Glukosesirup (kann man aus 1:1 Wasser und Zucker selber kochen)
  • 125ml Wasser
  • 2 EL Kokosfett oder Alsan
  • 1/2 EL Glycerin, pflanzlich
  • ca. 4-5 Packungen Puderzucker
  • Kakao zum Färben

Aus den Zutaten für den Teig einen homogenen Kuchenteig zusammenrühren und am besten in einer komplett mit Backpapier ausgekleideten Springform bei 180°C Umluft für 45 Minuten backen (Stäbchenprobe). Wer einen besonders perfekten Kuchen ohne mittigen Hubbel haben möchte, kann ihn nach der Isoliermethode (wie z.B. hier) backen, dann braucht er allerdings etwas länger und sollte bei 160°C Ober- und Unterhitze gebacken werden. Ich feuchte dazu Küchenpapier an, schlage es in Alufolie ein, lege es passend um den Rand der Springform und fixiere das Ganze mit einer umgebundenen Kordel. Das klappt sehr gut, ist aber etwas aufwändiger und nicht immer nötig ;-) .

Ansonsten einfach den Hubbel des Kuchens abschneiden und anschließend mit dem Oberteil als Boden zusammensetzen.

Den Kuchen sehr gut auskühlen lassen, aus der Form nehmen und quer in drei Böden schneiden.

Für die Creme aus Sojamilch, Bananensaft, Zucker und dem Puddingpulver nach Anleitung einen Pudding kochen und unter gelegentlichem Rühren auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die Alsan sollte zur Verarbeitung die gleiche Temperatur wie der Pudding haben, sonst gerinnt die Creme und flockt aus. Sollte das trotzdem mal passieren, kann die Creme ganz kurz in der Mikrowelle erwärmt und nochmals kräftig durchgeschlagen werden, wodurch sie wieder homogen aber leider nicht mehr so schön locker wird.

Die Alsan wird mit dem Mixer schaumig aufgeschlagen, dann wird nach und nach der Pudding untergemixt. Zum Schluß noch die Schokostreusel untermischen.

Auf dem untersten Boden werden jetzt die Bananenscheiben und etwas von der Creme verteilt. Dann kommt der nächste Boden und wieder etwas von der Creme darauf und dann der letzte Kuchenboden. Jetzt wird die Torte rundherum mit der restlichen Creme eingekleidet. Das geht am Besten mit einer Teigkarte und sollte für ein perfektes Ergebnis sehr gleichmäßig geschehen, da sich Unebenheiten durch den Fondant drücken. Die Torte sollte jetzt gut gekühlt werden- ich bereite sie in der Regel abends vor und lasse sie dann über Nacht kühlen. Auf einer kalten Torte lassen sich auch noch vorhandene Unschönheiten mit einem heißen Messer verstreichen (muß hier auf dem Bild noch gemacht werden :-) ).

Kommen wir jetzt zu der etwas kniffligen Sache mit dem Fondant. Ich finde Fondant eine prima Sache, da man ihn toll einfärben kann, er reinweiß ist und nunmal nicht jeder Marzipan mag. Die Herstellung (ohne Gelatine) ist aber nicht ganz so einfach und man sollte etwas üben, bevor man eine Hochzeitstorte backen möchte ;-)

Aber es klappt schon, wie man sieht :mrgreen:

Die Agartine (es geht natürlich auch mit Agar Agar, aber da ist die benötigte Menge stark vom Hersteller abhängig, weshalb ich hier lieber Agartine aufführe) im kalten Wasser lösen und zwei Minuten kochen lassen. Anschließend Sirup, Fett und Glycerin untermischen. Jetzt die ganze Geschichte vom Herd nehmen und nach und nach den Puderzucker mit den Knethaken des Mixers einarbeiten, später mit den Händen weiterkneten. Nun ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt- man benötigt soviel Puderzucker, bis die Masse schön geschmeidig ist und nicht mehr klebt. Man muß übrigens schon eine ganze Weile und am besten in kleineren Potionen kneten.

Sollte die Zuckermasse bröckelig oder noch rissig sein, einfach ein Stück Alsan in den Händen schmelzen und einkneten. Mit der Zeit entsteht so eine Masse, die sich gut ausrollen läßt und dabei nicht mehr reißt. Ich rolle am liebsten auf einer Unterlage aus, mit der man die Fondantdecke anschließend auch direkt auf die Torte übertragen kann, wie z.B einer Matte, Backpapier oder einem großen Brett, dadurch ist die Gefahr des Einreißens nicht so groß.

Die Fondantdecke sollte übrigens deutlich größer als die Torte sein, dadurch läßt sie sich um die Torte legen, ohne am Rand Falten zu werfen.

Der Fondant trocknet recht schnell aus, deshalb sollte man ihn immer luftdicht verpacken. So hält er sich übrigens auch einige Tage und sollte zur Aufbewahrung nicht in den Kühlschrank!

Zum Einfärben mit Kakao, diesen mit etwas Wasser zu einer dicken Paste verrühren und unterkneten. Mein Kakaofondant ist etwas bröckelig geworden, weshalb ich ihn leider etwas zu dick ausrollen mußte. Mit etwas mehr Zeit und Fett wäre das aber leicht zu beheben gewesen, aber ersteres fehlte mir mal wieder :roll:

Natürlich kann der Fondant auch mit anderen Farben ganz toll eingefärbt werden.

So, wenn der Fondant also etwa 0,5 cm dick ausgerollt ist, wird er auf die Torte gelegt und angedrückt. An den Rändern vorsichtig von oben nach unten arbeiten und Falten nach unten ausstreichen.

Dann den überstehenden Rand mit einem Messer abtrennen und den Fondant mit den Händen oder einem Fondantglätter glattstreichen.

Jetzt kann die Torte beliebig mit dem Kakaofondant verziert werden, der einfach mit etwas Wasser aufgeklebt wird. Auch sieht es sehr schön aus, wenn man mit einem Förmchen vorsichtig ein paar leichte Abdrücke auf die Fondantdecke setzt. Ich habe das mit einem Schmetterlingförmchen gemacht, aber auf den Fotos kann man das wohl nicht so gut erkennen.

Mit Zuckerguß oder Schokolade kann man noch etwas auf der Torte rumverzieren und schon :shock:   ist sie fertig!

Eine mit Fondant überzogene Torte sollte nicht unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden, da der Fondant schwitzt und sich durch den sehr hohen Zuckeranteil bei Feuchtigkeit schnell auflöst. Wenn es aber keine andere Möglichkeit wie einen Keller o.ä. gibt, sollte man der Torte nach dem Kühlschrankaufenthalt offen etwas abdunsten lassen, bevor man sie unter eine Glocke stellt.

Die Anfälligkeit für Feuchtigkeit ist übrigens auch der Grund, warum man Fondant nur auf recht feste Cremes wie eben z.B. Buttercreme oder Ganache direkt auflegen sollte, sonst schmilzt er.

Leider hatte ich nicht viel Zeit für die Zubereitung der Torte, weshalb sie nicht annähernd perfekt geworden ist (wohlwissend, daß sie ja unter uns bleibt :-) ) und ich nicht so viele Bilder machen konnte. Ich hoffe, daß meine Ausführungen trotzdem einigermaßen verständlich sind, sonst einfach nachfragen ;-)

Die Freude über die Torte war übrigens groß und für mich gabs zum Valentinstag einen Gutschein fürs Phantasialand mit Übernachtung im Afrikahotel :-D

Viel Spaß beim Tortenmachen!

Eure

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