Über die Autoren

Zombiekatze

Als ich meiner Mutter vor einiger Zeit am Telefon mitteilte, dass ich von nun an vegan leben möchte (ich war nicht sicher wie sie reagiert und hatte daher erstmal vorsichtig die Formulierung “ohne tierische Produkte” gewählt um sie nicht mit dem Wort vegan abzuschrecken), da hat sie, für mich sehr überraschend, ziemlich positiv und vorallem gar nicht erstaunt reagiert. Sie sagte mir, es sei ihr immer schon klar gewesen, dass ich diesen Schritt irgendwann gehen würde. Und wenn ich zurückdenke, dann ist es wahrscheinlich wirklich so, dass es sich schon sehr früh bei mir abgezeichnet hat, wohin ich mich entwickeln würde. Ich habe Tiere immer abgöttisch geliebt, schon von kleinauf wollte ich gerne Haustiere haben, vorallem eine Katze. Wegen der Tierhaarallergie meiner Oma wurde ich dann mit Hamstern und einem Kaninchen, welches mich bis heute begleitet “abgespeist”. Das soll diesen Tieren gegenüber nicht negativ klingen, ich habe sie sehr geliebt und liebe mein Kaninchen heute noch, aber der Traum von einer eigenen Katze war trotzdem immer da. Im Sommer 2008 haben mein Freund und ich dann 2 Babykatzen, die von ihrer Mutter verstoßen wurden, gefunden und aufgezogen. Inzwischen sind wir die Dosenöffner dieser beiden Miezen, sowie einer dritten, die sich etwas später dazugesellte. Seitdem beschäftige ich mich wesentlich mehr als vorher mit Tierrechten und Tierleid und wie man versuchen kann, es zu verhindern. Vegetarisch oder vegan lebte ich zu der Zeit nicht, ich habe diesen Gedanken immer etwas verdrängt, wie ich gestehen muss. Zwar hatte ich zuvor schon einige Jahre vegetarisch gelebt, etwa zwischen meinem 10. und 14. Lebensjahr. Zu dieser Zeit war ich jedoch einfach noch zu jung um mich richtig mit gesunder Ernährung auseinanderzusetzen. Ich habe mich vegetarisch ernährt, aber nicht unbedingt gesund, so dass ich leichte Mangelerscheinungen bekam. Deswegen habe ich es vorerst wieder aufgegeben. Im August 2009 beschloss mein Freund dann, weitgehend vegetarisch zu leben und ich habe dann hin und wieder auch Tofu gegessen und mir immer mehr und mehr Gedanken darüber gemacht, was ich eigentlich will und ob ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann, weiter Fleisch zu essen, obwohl ich es doch eigentlich gar nicht brauche, sondern es quasi nur “Genussmittel” war. Ende Februar 2010 schwirrte mir davon so der Kopf, dass ich anfing, im Internet zu recherchieren und mich erstmals richtig zu informieren. Es dauerte nur wenige Stunden, bis mir ich absolut sicher war, das Experiment, vegan zu werden wagen zu wollen. Eine Große Entscheidungshilfe war mir dabei die Peta2 Doku “Nessi wird vegan” und auch der Kontakt zu Erbse. Ich habe diese Entscheidung seitdem keine Sekunde bereut, im Gegenteil. Ich bin immer glücklicher damit. Ich lerne jeden Tag dazu, entdecke neue Gerichte, habe Spaß daran, mich gesund und ausgewogen zu ernähren und fühle mich einfach Wohl in meiner Haut. Mir liegt daher dieser Blog sehr am Herzen, da es für mich in der Zeit, in der ich diese Entscheidung getroffen habe, eine große Hilfe war, vegane Blogs und ähnliches zu lesen und ich fände es schön, wenn dieser Blog auch anderen Menschen bei dieser Entscheidung hilft oder ihnen auch einfach nur Spaß macht. Ach ja, ich bin übrigens 22 Jahre alt und mein Internet-Nickname ist Zombiekatze ;)

Erbse

Mein Spitzname ist “Erbse“, ich bin 23 Jahre alt und seit Januar 2010 Veganerin. Klingt wie die Vorstellungsrunde der “Anonymen”, aber ich wollte es gleich auf den Punkt bringen. – Seit meiner Kindheit nun schon verzichte ich auf Fleischprodukte, hatte aber wenige Momente in meiner Jugend in denen ich zur Hähnchenbrust griff. Dies verbuche ich als experimentelle Phase, die ich allerdings als vernachlässigbar erachte. In der Jugend finden die Leute zu sich selbst. Weshalb ich letztlich in meiner Kindheit bereits aufgehört habe Leichen zu konsumieren, kann ich schwerlich beschreiben. War es wohl eher aus Geschmacksgründen und die unbeholfene Erkenntnis eine Leiche auf dem Teller liegen zu haben. Meine Familie jedoch ist wahrer Leichenfreund und ohne Fleisch ist die Mahlzeit nicht komplett. Erstaunlich also das ich so früh auf “Beilagen” umgestiegen bin. Jahrelang war es tatsächlich eine “Beilagen-Ernährung”, denn Tofu und ähnliche Gerichte kannte man bei uns nicht. Ein einschlägiges Erlebnis sehe ich am Tag als meine zwei Kaninchen (von Anderen liebevoll “Schlachtehasen” gerufen) im Hause meiner Großeltern von meinem Onkel ermordert und in Stücke zerhackt wurden. Ich bin mir nicht mehr sicher, wohl hatten wir sie aus diesem Grund angeschafft. Aber die Zeit mit ihnen war schön und eine Kinderseele versteht dieses Vorhaben nur schwer. Ich habe kurz danach ihre Augäpfel auf dem Misthaufen gefunden und musste mit ansehen wie zwei Kinder aus der Nachbarschaft neugierig mit kleinen Messern darin herumstachen. Verzeihung, falls ich mit meiner Erzählung Jemandens Magen dazu bringen sollte sich um 180 Grad zu drehen. Es war bloß genau so. – Ich habe meine Kaninchenfreunde selbstverständlich nicht gegessen. Die makabere Sichtweise der Erwachsenen brach mein Herz. [...] Erst viele Jahre später hörte ich das erste Mal vom Veganismus. So leicht beeinflussbar wie man als junges Mädchen manchmal ist, habe ich geglaubt was man mir erzählte und tat Veganer als eingefahrene Spinner ab mit Idealen voller Utopie. Bedeutungsschwanger, somit immer wichtiger wurde die Thematik für mich erst letztes Jahr. Ich freundete mich mit den zuvor noch verurteilten Idealen an. Und was macht Frau im Zeitalter von Web 2.0? Sie studiert natürlich erstmal sämtliche Informationen im Internet. Ich habe alles was ich fand in der Tat aufgesaugt, als wäre mein Gehirn ein wissbegieriger Staubsauger, abhängig von Fakten. Zu aufdringlich, zu missionarisch, zu polemisch erschien mir die “Szene” die sich mir auftat. Ich zuckte zurück, ging aber kurze Zeit später wieder darauf zu. Anstoß gab mir dafür eine ganz banale Diskussion unter Freunden. Wir sind zynische Menschen, wir lachen gerne über Minderheiten und Jeder von uns ist eine Minderheit. Das war zumindest mal meine Erkenntnis. In diesem Gespräch kamen wir irgendwann zum Veganismus. Der Galgenhumor thronte über unseren Köpfen, aber mir war das erste Mal unwohl dabei und ich ertappte mich, wie ich plötzlich anfing die Lebensweise der Tierrechtler und Veganer zu verteidigen. Nur wenige Tage dauerte es, bis ich mir vornahm “mal eine vegane Woche einzulegen”. Dabei ist es nicht geblieben. Ich mache einfach weiter.

MhhhKathi

Mein Name ist Kathi, ich bin im wunderschönen Ruhrgebiet zu Hause, und bin vor wenigen Tagen 24 Jahre alt geworden. Momentan bin ich Studentin und halte mich mit Nebenjobs über Wasser.

Vor meinem Studium habe ich bereits eine Ausbildung als Gastronomin gemacht, das Kochen aus Leidenschaft begleitet mich also schon sehr lange :D allerdings wollte ich mich nach der Ausbildung noch weiterbilden und den Job nicht stumpf weitermachen, vor allem weil ich es irgendwann nicht mehr ausgehalten habe, dort täglich Fleisch zuzubereiten.

Die ganze Kreativität muss ich nun also in meiner heimischen Küche rauslassen, und mir würde es unheimlich viel Spaß machen, meine Ideen und Rezepte mit euch zu teilen – natürlich alles vegan und alles (hoffentlich) nom!

Da ich selbst totaler Blogger-Frischling bin, bitte ich euch ganz offen Kritik an meinen ersten Artikeln auszuüben, damit ich dazu lernen kann… Sind die Fotos ok? Zu viel? Zu wenig? Lest ihr lieber kompliziertere Gerichte oder lieber Basics? Lieber exotische Gerichte, oder doch lieber veganisierte Hausmannskost? – Da ich noch absolut formbar bin, bin ich für jeden Tipp dankbar.

RoteRatte

Ich möchte mich euch gerne als RoteRatte vorstellen.
Geboren bin ich 1981; ich bin verheiratet, habe zwei Kinder (1,5 und 4 Jahre alt) und wir leben mit einem netten Haufen, hauptsächlich von ihren Vorbesitzern nicht mehr gewollter und/oder schlecht gehaltener, Tiere zusammen auf einem alten Resthof auf dem Lande. Das sieht jetzt erstmal sehr klassisch und spießig aus, aber wir sind schon eher die Alternativlinge hier im Dorf (;

Mein Mann und ich, wir sind beide Tierärzte aus dem Nutztierbereich. Mich hält derzeit zum einen meine mich sehr erfüllende Mutterrolle von dieser Tätigkeit ab, aber zunehmend auch meine sich immer weiter verändernde Einstellung und Sichtweise bezüglich der Nutztierhaltung an sich. Mein Mann arbeitet als leitender Tierarzt auf einem Schlachthof und ist dort neben der Lebensmittelhygieneüberwachung natürlich für den Tierschutz zuständig.

Seit meinem 14ten Lebensjahr esse ich kein Fleisch mehr, mit Ausnahme einer heute beschämenden Zwischenzeit, in der ich Fisch gegessen habe.
Meinen Mann habe ich als überzeugten Fleischesser kennengelernt. Er wurde im Laufe der Zeit erst Solidaritäts- und später überzeugter Vegetarier.
Unsere beiden Kinder leben natürlich auch fleischlos; der Große schon mit einem absoluten Selbstverständnis, da Tiere schließlich seine Freunde sind.

Ich bin sehr ländlich aufgewachsen, wir selber hatten Schafe, Kaninchen und Hühner, die zum Schlachten bestimmt waren, mein Onkel einen Bauernhof, auf dem ich oft geholfen habe. Tiere zu töten und zu essen war etwas völlig Normales und wir waren als Kinder auch oft beim Abziehen und Ausweiden dabei. Aber mit meinem heranwachsenden Bewußtsein für mich und die Welt, wuchs auch mein Unverständnis für das Töten der von mir doch so geliebten Tiere und es fiel mir zunehmend schwerer sie zu essen.
Ausschlaggebend für meinen Entschluß keine Tiere mehr zu essen, war die Sendung „Achtung lebende Tiere“. Nachdem ich abends beim Fernsehgucken zum ersten Mal richtig mit der Grausamkeit von Massentierhaltung und Tiertransporten und dem Wahnsinn des Fleischkonsums konfrontiert und zutiefst erschüttert worden war, aß ich ab dem nächsten Tag keine Tiere mehr. Meine beste Freundin machte auch mit.
Und das war damals gar nicht so einfach wie heute – wir beide gründeten in unserem Umfeld quasi eine neue Randgruppe mit unserer Gesinnung, Fleischersatzprodukte kannte man bei uns zunächst nicht, das Internet als Informationsquelle auch nicht, das nächste Reformhaus war 40km entfernt… aber ich bin trotzdem nicht verhungert und sogar weiter gewachsen ( ;

Das Tiermedizinstudium und das Arbeiten mit sämtlichen Verordnungen und Gesetzen aus den Bereichen Tierschutz, Milch-, Fleisch- und Lebensmittelhygiene und die dazugehörigen Praktika (unter anderem mehrere Wochen auf einem Schlachthof), die Handaufzucht eines Ferkels und das enge Zusammenleben mit ihm in meiner 26qm Ein-Zimmer-Wohnung, die Zeit in der Klinik für Wiederkäuer, die Einblicke hinter die Kulissen der Nutztierhaltung und in die Arbeit meines Mannes, die Verantwortung den eigenen Kindern gegenüber und der alltägliche Wahnsinn der industriellen Billigproduktion tierischer Lebensmittel mit all ihren Folgen, bestärkten und bestärken mich in der Entscheidung fleischlos zu leben!

Als ich anfing das Buch „Tiere essen“ von J. S. Foer zu lesen, begann ich nochmal über vieles nachzudenken und kam ins Grübeln, ob es ausreicht einfach nur keine Tiere zu essen… ich begann mich zu informieren…
Der zunächst einzige Kontakt zu Veganern war der übers Internet und endete eigentlich meistens mit Parolen wie „Vegetarier sind Mörder“ und hinterließ vorwiegend den Eindruck, es hier mit einem militanten, intoleranten und verurteilenden Völkchen zu tun zu haben. Nicht besonders reizvoll, leider.
Dann unterhielt ich mich einige Male mit Erbse über Veganismus, da es ihr anfangs ähnlich ging wie mir und das Thema wurde mir dann doch schnell zugänglicher. Ich wurde neugierig und wollte einfach mal ausprobieren vegan zu kochen und zu backen. Dazu muß ich sagen, daß Kochen und Backen mit zu meinen liebsten Hobbys gehören.

Ich entschloß mich also für Erbse einen veganen Kuchen zu backen und fing an es auszuprobieren… und war sehr schnell sehr überrascht, wie einfach und entbehrungsfrei das ist! Dann ärgerte ich mich sogar, nicht schon viel früher auf die Idee gekommen zu sein! Wie überflüssig doch Eier, Milch, Sahne, Butter und andere Tierprodukte beim Backen sind (wenn man nicht gerade eine Biskuit-Sahne-Torte mit rotem Fondantüberzug im Auge hat und wie ich nicht sonderlich auf den Geschmack aufschlagbarer Sojasahne und mit veganem Fondant auf Kriegsfuß steht und auf der Suche nach der Perfektion des veganen leuchtend roten Lebensmittelfarbstoffs verzweifelt…, aber es gibt ja zum Glück noch genug andere Tortenvarianten und man lernt ja nie aus)!!!

Das Kochen habe ich heimlich einfach auf vegan umgestellt, da mein Göttergatte von der Idee nicht so begeistert war und das Ergebnis war verblüffend: meine Männer haben es einfach nicht gemerkt (wenn es nicht gerade um etwas Überbackenes ging; aber mittlerweile habe ich eine Hefeschmelzvariante gefunden, an die sich alle gewöhnen konnten)!

So, das war Anfang des Jahres 2011 und seitdem koche und backe ich also ausschließlich vegan und bin begeistert! Ich als alter Kreativling kann mich richtig dabei austoben Rezepte zu veganisieren und neu zu entdecken und es macht mir wahnsinnigen Spaß, noch viel mehr selbermachen zu können und zu müssen und mein Gewissen findets auch super.
Meine Kinder und mein Mann mögen mein Essen genauso gerne wie vorher, meine Kuchen und Torten sind genauso gefragt wie vorher und bei sämtlichen Gelegenheiten in Kindergarten und Spielkreisen, auf Kindergeburtstagen etc. kommen meine Kreationen bei Kindern und Erwachsenen genauso gut an wie vorher.

Ich möchte noch anmerken, daß wir (noch) nicht vollkommen aber überwiegend vegan leben. Wir haben es uns zur Grundlage beim Konsumieren gemacht, tierische Produkte in jeder überflüssigen und ersetzbaren Form möglichst zu vermeiden. Da sie fast überall überflüssig und einfach zu ersetzen sind, wird der Anteil solcher Produkte in unserem Haushalt zunehmend geringer und hat sich gerade auch in Bezug auf Lebensmittel mittlerweile sehr drastisch reduziert.

Wir befinden uns mit unserer Familie in einem Entwicklungsprozeß und ich bin grundsätzlich überzeugt davon, daß der vegane Weg einer der richtigen Wege für einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser Welt ist und für mich persönlich auch sein wird.

Ich freue mich sehr darauf, einige meiner Rezepte mit euch teilen zu dürfen und bin gespannt auf euer Feedback!
Was euch bei mir erwarten wird, sind wahrscheinlich hauptsächlich veganisierte klassische Hausmannskost und Vleischgerichte, Kuchen und Gebäck und kindgerechte Dinge, die auch für Kinderpartys oder derartiges geeignet sind. Also eher bodenständiges und familientaugliches Nom denke ich, nichts abgefahrenes (=

Wow, das war eine lange Vorstellungsgeschichte. Vielen Dank, wenn es euch interessiert hat und ihr bis hier durchgehalten habt (=