Pflanzen leben auch

Letztes Wochenende waren Ratzmiez unterwegs. Am späten Abend in einer Bar kam es zu einem knappen Gespräch über Ernährung, erst zögerlich aber dann doch sehr selbstbewusst vertraten wir unsere Einstellung auf die eher plump reagiert wurde: „Aber der Apfel leidet doch auch. Der ist doch auch ein Lebewesen.“ – Davon mal abgesehen, dass ein Apfel in der Regel (und damit meinen wir ohne Ausnahme) Obst ist und somit die Frucht einer Pflanze, möchten wir dieses Thema mit Hilfe von Zitaten genauer beleuchten.

Spirituelle bzw. religiöse Gründe um in einer Pflanze ein Lebewesen ähnlich der Tiere und Menschen zu sehen, wollen wir hier nicht aufgreifen, da nichts dergleichen wissenschaftlich belegt werden kann.

„Das wäre auch nicht sinnvoll, da z.B. Schmerzempfindung sich evolutionär entwickelt hat, um schädlichen Einflüssen zu entgehen (ein gebrochenes Bein schmerzt, wodurch es nicht so stark belastet wird; es gibt Menschen, die an einer Krankheit leiden, die sie schmerzunempfindlich macht, was ihr Leben sehr erschwert). Ein Kind, das durch schmerzhafte Erfahrung gelernt hat, keine heiße Herdplatte anzufassen, wird in Zukunft diese Gefahrenquelle meiden, Wiesenblumen können jedoch nicht vor grasenden Kühen fliehen.“ (Quelle: http://veganismus.de/vegan/faq-rechtfertigungsversuche.html)

„1. Die beste heute verfügbare Wissenschaft sagt uns, daß Pflanzen weder ein Zentralnervensystem noch ein Gehrin oder irgendein anderes System haben, das für so komplexe Fähigkeiten wie bewußte Schmerzgefühle verantwortlich sein könnte.

2. Pflanzen haben keine evolutionäre Notwendigkeit unter Schmerzen zu leiden. Bewegliche Tiere können von einem Schmerzgefühl profitieren; stationäre Pflanzen nicht. Die Evolution bringt keine so komplexen Fähigkeiten wie die bewußte Schmerzempfindung hervor, ohne daß das einen direkten positiven Effekt für die Überlebensfähigkeit des betroffenen Lebewesens gibt.“ (Quelle: http://www.vegan.at/warumvegan/tierrechte/koennen_pflanzen_leiden.html)

„Aus dem Umstand, daß erst Bewußtsein zu singulärer Individualität führt, und daß Bewußtsein erst Interessen und Wünsche ermöglicht, schliesse ich, daß erst Bewußtsein individuelle Rechte zur Folge haben kann. “ (Quelle: http://www.vegan.at/warumvegan/tierrechte/was_hat_es_auf_sich_mit_dem_pflanzenleid.html)

„Wissenschaftlich gesehen haben Pflanzen nach bestem Wissen also kein Bewußtsein und damit keine Gefühle. Die physiologischen Reaktionen von Pflanzen auf Reize sind kein Hinweis auf ein Bewußtsein, weil es Reizreaktionen auch ohne Bewußtsein gibt. Für Reizreaktionen genügt es ein Lebewesen zu sein, man muss aber kein Bewußtsein haben.“ (Quelle: http://www.vegan.at/warumvegan/tierrechte/was_hat_es_auf_sich_mit_dem_pflanzenleid.html)

„Nach heutigem Erkenntnisstand setzt Leidensfähigkeit zum einen die Existenz eines zentralen Nervensystems voraus, welches das Empfinden von Schmerz erst ermöglicht. Zum anderen Intelligenz, welche aus diesem Schmerz wiederum Leid oder Kummer werden lässt. Bei Pflanzen sind weder ein zentrales Nervensystem noch Intelligenz nachgewiesen. Daher gibt es derzeit keinen Grund für die Annahme, dass Pflanzen leiden können.“ (Quelle: Veganissimo Zwei Das Handbuch der Tierrechte, Seite 37, Punkt 54)

Aus humanitärer und ökologischer Sicht ist es für Ratzemiez etwas Selbstverständliches sich rein pflanzlich zu ernähren, da durch tierische Produkte größeres „Pflanzenleid“ verursachtt wird, als bei einer gänzlich pflanzlichen Ernährung.

„Fraßen Nutztiere früher einmal für Menschen Unverwertbares, wie z.B. Heu, sind sie heute Nahrungskonkurrenten, da sie mit „Kraftfutter“ wie Getreide, Soja, Fischmehl etc. gemästet werden. Derzeit werden 36% der weltweiten Getreideernte an Tiere verfüttert, die weltweite Sojaernte geht zu 70% in die Mägen von Tieren. Auch knapp die Hälfte der Fischfänge und selbst ein Drittel der Milchprodukte gehen diesen Weg. Durch den steigenden Fleischkonsum steigt in den Entwicklungsländern die Verwendung von Getreide als Futter stärker als der Getreideertrag.“ (Quelle: http://www.vegan.at/warumvegan/umwelt/wieviel_fleisch.html)

„Ich denke viele Pflanzen provitieren (und sei es nur ueber 3 Ecken) aber auch davon gefressen zu werden (Duenger, Befruchtung, Samentransport).“ (Zitat: http://vegan.de/foren/read.php?150,300611,300809#msg-300809)

Ratzemiez ist defintiv der Auffassung, dass die gesamte Flora schützenswert ist und wir alle sorglicher mit unserer Umwelt umgehen sollten.  Immerhin sind wir alle für unser Fortbestehen auf die Pflanzenwelt angewiesen, denn nur durch sie existieren wir. Wir sollten vielmehr aufhören uns „wie die Axt im Walde“ zu benehmen, denn nie war dieses Sprichwort treffender. Wir alle, auch Du, können etwas für unseren Planeten tun!

Siehe auch:

18 Gedanken zu “Pflanzen leben auch

  1. Hallo ihr beiden!

    Ich finde den Beitrag relativ gut, allerdings musss ich, als angehende biologische Laborassistentin doch einige Kritikpunkte äußern.

    Ihr habt alles wichtige gesagt und ja auch belegt, allerdings fehlt mir da ein wenig die Gesamtheit. Also dass man das Thema von allen Blickwinkeln betrachtet. Mir stechen da ganz besonders die ganzen Quellen ins Auge. Ich habe ja glaube ich schon einmal Neutralität im Zusammenhang mit euren Recherchen zum Veganismus kritisiert..
    Ich persönlich empfinde es als unzulänglich sich nur auf „vegane“ Quellen zu beziehen(ich meine jetzt nur die Zitate..).
    Ich finde, auch ihr als Veganer solltet kritisch an manche Aussagen und auch Statistiken rangehen und nicht einfach nur mit irgendwelchen erschütternden Zahlen und Aussagen um euch werfen.
    Vielleicht findet ihr ja auch irgendwelche wirklich WISSENSCHAFTLICH belegten Artikel, dass der Mensch gut ohne tierische Produkte auskommt, bzw. wie in diesem Thema, das Pflanzen wirklich kein Nervensystem besitzen(was ja stimmt, da will ich ja gar nicht widersprechen!)
    Es hätte sich hier eben auch gut angeboten von vorne zu beginnen und das ganze auch ein wenig biologisch aufzuziehen, wenn ihr schon so Wörter wie wissenschaftlich in den Mund nehmt. (Was sind Lebewesen überhaupt?; Wodurch definieren sie sich?; Warum zählen auch Pflanzen dazu?;Nervensystem und Reizbarkeit undundund.. da hätte es wirklich ein paar schöne Vorlagen gegeben.)
    Oder vielleicht betrachtet ihr irgendwann mal ja wirklich warum der Mensch auch ohne Fleisch auskommt, was er wirklich an Nahrungsstoffen braucht, warum er evolutionär aber dennoch eigentlich ein Omnivore ist(man vergleiche hierbei mal unser Gebiss und das Verdauungssystem mit reinen Carnivoren und reinen Herbivoren usw. usf.. Ich hätte da einige Themen gerne befriedigt bevor ich mich in die kulinarische Wunderwelt des Veganismus stürze. (Ich weiß, dazu gibt es sicherlich schon zichtausend Informationen im WWW zu finden, aber vielleicht habt ihr ja irgendwann mal Bock etwas darüber zu schreiben..)
    Man, ich schredder ganz schön am Thema vorbei, entschuldigt! Aber irgendwie fällt mir dazu eine ganze Menge ein und teilweise denke ich mir bei euren Artikeln eben, dass ihr viel neutraler sein könntet, wenn ihr nur wölltet und ihr dann auch ernsthafter rüberkommt als viele andere, die sich zu erklären versuchen.

    Ich hoffe wirklich, dass ihr meine Kritik nicht böse auffasst, denn ich würde mir einen heiteren Austausch zu dem Thema wirklich einmal wünschen ohne dass der Veganer/Vegetarier der da vor mir steht seine immer gleichen Argumente für seine Ernährung auspackt und auch mal kritisch darüber nachdenkt und alles was er liest nicht einfach so hinnimmt.

    • Hallo Coco,
      danke für deinen Beitrag. :)
      Ich habe für den Artikel mit Absicht viele Zitate verwendet, da ich mich selbst in der Biologie nicht ausreichend auskenne und daher durch eine eigene Formulierung keine falschen Informationen rüber bringen wollte. Die zitierten Seiten haben für ihre Aussagen überwiegend Quellenangaben gemacht, weshalb ich es nicht für nötig sah, diese auch noch unter zu bringen. Auf die Vegan-Seiten beziehe ich mich größtenteils, da ich hier die erheblichste Menge an Informationen zum Thema vorfand, am Ende des Artikels findet sich zusätzlich noch eine Webseite einer Universität, deren Inhalt (die Mimose) ich ziemlich interessant fand.

      Du hast recht, ich hätte selbstverständlich noch auf die Definition eines Lebewesens etc. eingehen können, aber in biologischer Hinsicht fehlt mir da der geeignete Hintergrund. Auf spiritueller Ebene hätte ich theoretisch viel schreiben können, wollte dies aber vermeiden, da es doch oft eine Empfindungssache ist.

      Ich sehe den Artikel als Denkanstoß und wollte das Rad nicht neu erfinden. Meiner Meinung nach haben besagte Vegan-Seiten schon viel Input zu diesem Thema geliefert.

      Deinen letzten Absatz möchte ich so an dich zurück geben. :) Wenn man es so bezeichnen möchte, gibt es auf „beiden Seiten“ immer wieder eine ähnliche Leier die runtergespielt wird, sobald das Gegenüber dementsprechend agiert.

      Viele Grüße,
      Erbse, die sich sicher ist, dass auch bald kritischere Themen folgen werden wo Ratzemiez mehr zu bieten hat als Zitate. :)

      • Hallo Erbse,

        danke für deine Antwort!
        Ja, ich dachte mir schon so etwas, aber ich denke auch, dass genau dieses Verhalten den ganzen Artikel etwas lieblos darstellen lässt, weil du ja im Grunde Sachen nur wiederkäust und es quasi keine „neuen Erkentnisse“ gibt. Man erkennt nicht so genau, warum du diese Zitate jetzt aufreihst und versuchst deinem Beitrag damit mehr Gewichtung zu verleihen.
        Ich finde auch deine spirituelle Argumentation etwas zu „leicht“, weil Ernährung in erster Linie ja eben etwas biologisches ist und keine Glaubensrichtung(zumindest aus meiner Sicht). Dass man sich dabei natürlich auch rein pflanzlich ernähren kann steht jetzt mal außer Frage.
        Ich denke halt an mich, als Omnivoren, wie ich auf so einen Text reagiere und wenn ich dann als Kritiker sowas wie spirituell lese, dann denke ich mir dass man sich noch nicht gut genug mit dem Thema auskennt um auf vollster Ebene gut argumentieren zu können und dann verliert man sich lieber in Gewissen und Moral wobei man doch eigentlich weiß, dass sich eben genau hier die Geister scheiden und man sich totdiskutieren kann, weil es eben Ansichtssache bzw. Glaubens/Gewissenssache zu sein scheint und da wundert es dann niemanden, dass jeder sein immer gleiches Diskussionsschema abfährt und beide Seiten sich denken, dass sie das ja schon zum xten mal von der gegenüberliegenden Personengruppe gehört haben und sind es leid noch einmal aus voller Kraft und interessiert dagegen zu diskutieren.
        Ich denke halt, dass der spirituelle Überzeugungsweg der falsche ist. Man muss den Leuten (neutrale) Fakten auf den Tisch hauen, denn ich denke, dass sie erst dann anfangen genauer darüber nachzudenken(zumindest wäre es bei mir so).

        Ich stecke natürlich die Erwartungen recht hoch, was mir auch wirklich leid tut, denn dies hier ist ja euer veganischer Blog und ihr seid eben keine Wissenschaftler und müsst dies natürlich auch nicht sein!
        Ich suche wahrscheinlich an falscher Stelle nach den geeigneten Antworten und kritisiere deshalb vielleicht auch zu Unrecht, denn vielleicht wollt ihr einfach keinen wissenschaftlichen Anspruch haben und das wäre dann natürlich auch völlig in Ordnung und dann möchte ich nichts gesagt haben! :)

        • Hallo Coco,
          tatsächlich ist unser Blog als Werdegang, als dokumentierte Entwicklung zu betrachten. „Wir und der Veganismus“ – Wir wollen zeigen wie wir ihn erleben ohne irgendwelche wissenschaftlichen Fakten zum xten Mal durchzukauen, denn das passiert an anderen Stellen des Internets fundierter, demnach ausführlicher. Uns sind die bedeutsamsten Fragen an den Veganismus (wie eben dieses Pflanzenthema) dennoch wichtig und wollen dem ganzen stückweit Raum auf unserem Blog geben, daher auch der Artikel. Ich hatte ja bereits erklärt, dass wir diesbezüglich nicht vorhaben das Rad neu zu erfinden. Wer weitere Informationen wünscht kann schließlich gerne an anderer Stelle nach ihnen suchen und durch diese Seite darauf aufmerksam gemacht werden. Mehrere Quellen sind nie verkehrt. ;) Unser Blog soll aber eine grobe Übersicht darstellen. Nicht zu vergessen, dass wir unser größtes Augenmerk auf die Rezepte legen.

          Ich verstehe zudem leider nicht weshalb du das „Spirituelle“ weiter ansprichst. Dies hatte ich doch bereits im Artikel komplett ausgeschlossen, eben aus diesen Gründen. In meinem ersten Kommentar fand es nur knapp Platz, weil ich mich auf die Definition eines Lebewesens außerhalb der Biologie bezog.

          Für mich persönliche ist Veganismus dennoch eine Gewissenssache und ich denke für fast alle Veganer ist es ähnlich. Wer keine empathische Veranlagung besitzt, der wird sowieso kaum im Veganismus ankommen, da alle Gründe gänzlich egal wären. Wissenschaftliche Fakten sind daher meiner Meinung nach nicht mal nötig um diesen Schritt bewusst zu gehen.

          LG

        • „aber ich denke auch, dass genau dieses Verhalten den ganzen Artikel etwas lieblos darstellen lässt, weil du ja im Grunde Sachen nur wiederkäust und es quasi keine „neuen Erkentnisse“ gibt. Man erkennt nicht so genau, warum du diese Zitate jetzt aufreihst und versuchst deinem Beitrag damit mehr Gewichtung zu verleihen.“

          sorry,aber was erwartest du denn? Das hier ist ein Blog, der uns, zwei totalen Vegan-Neulingen als Tagebuch dient und unseren Weg quasi dokumentieren soll. Also auch die Texte und Internetseiten, mit denen wir uns befassen.
          Was ist also falsch daran, diese Quellen zu zitieren? Erwartest du von uns, die wir uns noch nichtmal ein halbes Jahr vegan ernähren, dass wir hier eigenhändig durchgeführte wissenschaftliche Studien als Argumentationshilfe benutzen? Oder das wir direkt irgendwelche Studien, die bisher noch keine andere Vegan-Seite zitiert hat ausgraben?
          Ich weiß nicht, wie du diese Seite hier verstehst, aber das ist kein Handbuch und auch keine vollwertige Infoseite. Hier geht es um unsere Erfahrungen, nicht um die absolute Wahrheit, nur weil irgendwas schonmal irgendwoanders geschrieben wurde, darf man es nicht mehr sagen? Wozu gibt es dann Zitate? Wir haben uns aufgrund unserer Erfahrung in der Kneipe mit dem Thema beschäftigt und fanden diese Quellen eben passend. Mehr nicht! Wir sind keine Experten, wir sind sozusagen Erstklässler.

          „Ich finde auch deine spirituelle Argumentation etwas zu „leicht“, weil Ernährung in erster Linie ja eben etwas biologisches ist und keine Glaubensrichtung(zumindest aus meiner Sicht). Dass man sich dabei natürlich auch rein pflanzlich ernähren kann steht jetzt mal außer Frage.
          Ich denke halt an mich, als Omnivoren, wie ich auf so einen Text reagiere und wenn ich dann als Kritiker sowas wie spirituell lese, dann denke ich mir dass man sich noch nicht gut genug mit dem Thema auskennt um auf vollster Ebene gut argumentieren zu können…“
          Hast du den Text gelesen? Oder nur einen Satz?
          Wo geht es denn hier um Spirituelles?
          Erbse schreibt: „Spirituelle bzw. religiöse Gründe um in einer Pflanze ein Lebewesen ähnlich der Tiere und Menschen zu sehen, wollen wir hier nicht aufgreifen, da nichts dergleichen wissenschaftlich belegt werden kann.“
          NICHT aufgreifen! Wo beziehen sich unsere Quellen denn auf Spirituelles? Die sind doch neutral. Oder meinst du, nur weil es Seiten von Veganern sind, geht das nicht?
          „Ich stecke natürlich die Erwartungen recht hoch, was mir auch wirklich leid tut, denn dies hier ist ja euer veganischer Blog und ihr seid eben keine Wissenschaftler und müsst dies natürlich auch nicht sein!“
          Ganz richtig, das sind wir nicht, genauso wie du. Das was du zu wollen scheinst, findest du vermutlich nur in wissenschaftlichen Fachzeitschriften.

          „Ich suche wahrscheinlich an falscher Stelle nach den geeigneten Antworten und kritisiere deshalb vielleicht auch zu Unrecht, denn vielleicht wollt ihr einfach keinen wissenschaftlichen Anspruch haben und das wäre dann natürlich auch völlig in Ordnung und dann möchte ich nichts gesagt haben! „
          Wenn du nur diese Seite nutzt, um dich über Veganismus zu informieren, dann gebe ich dir absolut recht. Hier geht es vorallem um Kochrezepte, es gibt weitaus ausführlichere Seiten zu dem Thema, die „wissenschaftlicher“ sind, deren Autoren sich schon länger damit beschäftigen. Aber nur deswegen dürfen wir diese Themen nicht ansprechen?
          Tut mir leid, wenn das jetzt etwas hart klingt, aber ich glaube irgendwie, dass du meinst jeder Veganer kenne sich absolut 100%ig aus und wenn das nicht der Fall ist, heißt das Veganismus ist allgemein falsch. Aber auch Veganer fangen mal neu an und müssen lernen. Wobei ich nicht finde, dass wir hier bisher absoluten quatsch erzählt haben.

    • Huch, es ist schon so reichlich spät, dass ich die Hälfte vergessen habe. :)

      Ich sehe die Vegan-Seiten in dieser Beziehung nicht als unzulänglich und halte sie für relativ neutral. Ein Veganer hat meiner Meinung nach kein Motiv dafür sich ausgiebig für ihren Pflanzenkonsum zu rechtfertigen, da „Normal“-essende Menschen ebenso Pflanzen konsumieren und zudem logischerweise durch ihren Fleischbedarf sogar noch um einiges mehr verbrauchen, weshalb ich nicht denke, dass die Autoren der Zitate in irgendeiner Weise den Grund dazu hätten nicht neutral zu sein.

      Das Pflanzenargument lässt sich deswegen eher auf die Fleischkonsumierende Menschheit münzen.

      Im Bezug auf deinen letzten Absatz möchte ich zum Schluss noch anmerken, dass Zombiekatze und ich in den letzten Monaten sicherlich sehr viel in Frage gestellt haben, immerhin waren wir vor nicht all zu langer Zeit selbst noch keine Veganer. :)
      Aber nun muss ich unbedingt schlafen und hoffe, dass man trotz meiner zunehmenden Müdigkeit meine Kommentare gut verstehen konnte.

      Lieben Gruß,
      Erbse

    • Hallo Coco,
      in Ergänzung zu Erbses wie ich finde exzellenter Antwort ^^ noch dies:
      Du schreibst:

      Vielleicht findet ihr ja auch irgendwelche wirklich WISSENSCHAFTLICH belegten Artikel, dass der Mensch gut ohne tierische Produkte auskommt

      Ich habe dazu zwar leider keine „Linksammlung“ parat – ich habe mich sozusagen immer darauf verlassen, dass Zigtausende gesund und munter lebender Veganer genug Beweis sind ; ) – aber vielleicht magst du ja mal einen Blick in das Positionspapier der ADA zu vegetarischer und veganer Ernährung werfen. Dort wird sehr genau aufgeschlüsselt, dass das gut machbar ist. Die ADA darf sicher als wissenschaftlich fundierte Quelle gelten. Du findest Links dazu im 2. Posting auf http://veganesauge.wordpress.com/vegane-ernahrung-fakten-informationen/
      Ich verlinke diese Seite, weil dort noch mehr zu dem Thema zu finden ist, vor allem auch der „Crashkurs“, der das schön bündelt.

      Und dann noch zu deinem Wunsch nach dem Thema „Herbivore – Omnivore – Carnivore“: du weißt ja schon gut Bescheid darüber, wie es aussieht. : ) Zudem muss man sich natürlich fragen, inwieweit die biologische (oder auch historische) Ausrichtung des Menschen überhaupt eine Rolle spielt bei heutigen Entscheidungen. Schließlich verfügen wir über einige Methoden, uns theoretisch sogar entgegen einer solchen Ausrichtung ernähren zu können, wobei dies aus meiner Sicht gar nicht nötig ist, *weil* wir Omnivore sind. (Wobei man ja sagen muss, dass die Wisssenschaft da meistens keine haarscharfen Abgrenzungen postuliert, und man den Menschen auf einer graduellen Skala imo näher an Herbivoren verorten muss als an Carnivoren, aber wie gesagt das ist im Grunde eine Art „Bonusgedankenspiel“.)
      So, hoffe ich habe damit nicht vorgegriffen, aber Redundanz schadet ja auch nicht. ; )

      Ansonsten Lob&Danke für diesen Blogartikel. Finde er hat die perfekte Mitte zwischen Ausführlichkeit und Übersichtlichkeit. : )
      Gruß,
      Kabi

      • Danke für den Link, ich werde ihn mal durchstöbern und mal schauen ob ich da etwas finde was meinen persönlichen Anforderungen zum Thema gerecht werden kann. Ich bin da glaube ich ein schwieriger Patient, aber ich denke es ist dennoch machbar, denn irgendein neutraler Wissenschaftler wird sich ja schon einmal kritisch mit dem Thema beschäftigt haben ;).

        Zum Vergleichsthema hast du mit Sicherheit recht, ich wollte auch auf keinen Fall sagen, dass man die evolutionäre Ausrichtung eines Omnivoren nicht als „Entschuldigung“ nehmen sollte sich nicht anders zu ernähren. Ich bin ja sowieso der Meinung, dass das Ganze nur evolutionär bedingt ist und aus uns auch genausogut reine Herbivoren hätten werden können. Denn rein biologisch nährstofftechnisch nachgedacht reicht pflanzliche Kost aus um unseren Bedarf zu decken.
        Dennoch wäre es interessant zu wissen, warum der Mensch letztendlich zum Omnivoren geworden ist.. wahrscheinlich liegt es gänzlich allein an seiner „überlegenen“ Intelligenz und der daraus resultierenden Fähigkeit Werkzeuge zu benutzen und diese als Waffen gegen Tiere einzusetzen. Denn gänzlich ohne diese wäre es schwer sich als Mensch ausreichend an tierhaltiger Nahrung zu versorgen.
        Man kann dies jetzt noch weiter ausführen und den Schlenker zum ausschlaggebenden Grund für eine vegane Lebensweise weiterführen, aber das spare ich mir jetzt mal, denn man kann ja schon aus der oberen Passage schlussfolgern, dass wir das Fleisch eigentlich gar nicht benötigen und dies nur aus Faulheit/Gewohnheit weiterhin verzehren.

        • Grade fiel mir noch der E. W. Henrich ein, Veganer, (bürgerlicher) Aktivist, Hotelbetreiber und Dr. med. : ) Er bezeichnet vegane Ernährung sogar als die gesündeste. Das muss man imo nichtmal so sehen, um vegan leben zu wollen/sollen, für mich reicht es, dass vegane Kost machbar ist und Risiken ausschaltbar sind. Aber OK, umso schöner. : ) Also, hier auf Seite 6 nennt er weitere Quellen, die ihrerseits teiweise reichhaltig weiteres Material bieten. http://www.provegan.info/die_gesuendeste_ernaehrung.html

          Warum der Mensch zu einem Allesesser wurde- mh, war er denn „technisch“ – nicht faktisch – nicht immer einer? Keine Ahnung wie das ablief und wie sich die hominiden Vorfahren ernährten. Ja, diese Anpassungsfähigkeit, zusammen mit Dingen wie Werkzeug(Waffen)gebrauch, Feuer usw dürfte auf jeden Fall ein evolutionärer Vorteil gewesen sein, vor allem bei der Besiedlung von unfruchtbareren Gegenden.

        • Argh – ich habe da ein „der“ vor dem Namen hängengelassen, ist sonst nicht mein Stil bei Leuten die ich nicht persönlich kenne ; )

  2. @Zombiekatze
    Ich habe scheinbar das mit dem spirituellen falsch aufgefasst. Tut mir leid!
    Zum Rest kann ich auch nur sagen, dass ich mich hier wirklich an falscher Stelle befinde, ich hatte andere Erwartungen und die werden hier wahrscheinlich keine Befriedigung finden, was ja auch vollkommen okay so ist.
    Ich werde mich deshalb auch mit meiner Kritik fernhalten, weil sie hier einfach fehlplatziert und am Thema vorbei ist.
    Ich hoffe dennoch ein paar Denkanstöße gegeben zu haben.

    Im übrigen stimmt es nicht, dass ich keine Wissenschaftlerin bin. Nur mal so als Richtigstellung. Sonst hätte ich wohl auch diese Ansprüche nicht. Ich empfinde viele Argumente eben auch genau aus diesem Grunde als blauäugig und naiv, aber das ist meine alleinige Meinung und wie du schon gesagt hast, seit ihr noch nicht lange dabei, von daher ist es okay.

    Ich hoffe dennoch auf viele gute Rezepte hier und lustige Kochvideos von euch! :)

    • mit wissenschaftler meinte ich eigentlich, dass man auch in einem zu dem gebiet passenden thema experte ist und in diesem bereich arbeitet und forscht.
      du bist angehende laborassistentin, oder?
      ich studiere ja auch eine wissenschaft. würde mich aber deswegen nicht als wissenschaftlerin bezeichnen. aber abgesehen davon, ich denke gerade bei einem thema, zu dem es so gegensätzliche meinungen gibt, bzw wo viele dinge (ich meine jetzt speziell die empfindungen der pflanzen) noch gar nicht komplett erforscht sind, wirst du es schwer haben, seiten zu finden, die deinen ansprüchen komplett genügen. aber wenn du sie findest, immer her damit ;) ich wäre ja auch interessiert daran.

  3. @ Coco:
    Oder der Mensch war schon omivor und wurde gerade deswegen so intelligent. Schau dich mal bei den Menschenaffen um, was die so alles essen.
    Ich finde im Artikel wurde (egal was man jetzt davon halten mag oder auch nicht) alles schön mit Quellen belegt, wenn dir das nicht ausreicht, ist das Internet dein Freund. Selbst Google Scholar hilft da weiter.
    Auch finde ich, dass man hier bei allgemeingültigem (Pflanzen sind Lebewesen…) keine Quellen mehr angeben muss, sonst wäre ja auch jedes Paper 300 Seiten lang und dann wäre erst die Einleitung fertig…

    Und etwas allgemeines, gerade wenn es darum geht, was Pflanzen alles so können und über ihre Umwelt wissen ist bestimmt mal ein Blick in richtung pflanzliche Abwehrmechanismen (Jasmonsäureweg, VOCs, Salycilsäure, etc.) sehr interessant. Pflanzen wissen über ihre Fraßfeine deutlich mehr als man auf den ersten Blick denkt und können da auch recht gut kommunizieren.

    Deswegen würde es mich interessieren wodurch ihr in eurem Falle die Unterscheidung macht zwischen „leiden“ und „bemerken, dass mir jemand schadet“. Ja, der Apfel hat den Sinn gegessen zu werden, die Zwiebel, die Wurzel, das Gras, etc. nicht, trotzdem essen auch das Veganer/Vegetarier. Ich bin hierbei für mich noch auf keinen Nenner gekommen, außer den, dass ich etwas essen muss ;)

    Lg Yori

    • Volle Zustimmung zu deinem ersten Absatz. Zum letzten:
      Steht doch im Artikel, was den Unterschied macht: Bewusstsein.
      Die biologischen Voraussetzungen dafür werden auch erklärt. Insofern „bemerkt“ eine Pflanze oder Frucht auch nicht, dass ihr geschadet wird. Ein Reiz-Reaktions-Schema ist auch ohne Bewusstsein möglich.
      Sollte man, aus was für Gründen auch immer, Pflanzen dennoch sowas zuschreiben, bleibt es bei deinem Fazit: man muss essen, und der Weg des direkten Pflanzenverzehrs ist auch dann der leidärmere, verglichen mit dem Konsum verdichteter Pflanzen via tierischer Produkte.
      Gruß, Kabi

      • Okay, aber einem Insekt würde ich kein Bewusstsein zusprechen. Zumindest nicht das, was ich darunter verstehe. Trotzdem ist es keine Pflanze obwohl sie auch das ein oder andere „Reiz-Reaktions-Schema“ zeigen ;)
        Woran machst also du dann Bewusstsein fest? Daran, dass man sich selbst bewusst ist? Seiner Umwelt? Seiner Emotionen/Gefühle/Eindrücke? Das man sich seiner „Peiniger“ bewusst ist?

        Es ist klar, so oder so um zu leben muss ich anderen schaden, da stellt sich vor allem eben die Frage wie sehr ich bereit bin diesen Schaden einzudämmen.

        Lg Yori

        • OK, „Bewusstsein“ ist da vielleicht zu sehr mit Selbst-Bewusstsein usw assoziiert; sprechen wir von Empfindungsfähigkeit. Insekten haben ein Nervensystem, sogar ein Zenralnervensystem, womit der Fall klar sein sollte. ; )

  4. Wow – ich bin hier übers lesen „so weit zurück in der Zeit“ gekommen.
    „vegan ernähren“ gibt es nicht. Man kann sich vegetarisch ernähren, oder vegan leben. Wenn man sich für
    den veganen Lebensweg entschieden hat scheiden jegliche Tierprodukte im alltäglichen Leben aus. Jacke, SChuhe, Schnüre etc.
    Und das ist den „neuen Veganern“ nicht bewusst, daß es nicht darum geht nix tierisches zu verkonsumieren, sondern im Leben nix tierisches totzutreten.
    In den 90-igern gabs Veganer, die echt bleich waren weil ihnen etwas fehlte. Heute muss nichts fehlen. Aber man muß auch nicht unbedingt behaupten „Vegan“ zu sein.

    Gleichwohl eine prima Seite hier und ich bin soweit „in der Zeit zurück“ geraten, weil mich einfach die Rezepte interessierten.
    Es gibt übrigens auch superviele Rezepte ohne Fleischersatz ganz zufällig, die hätt ich nie „vegan“ getauft, sind sie aber. Also jedermann
    brauchs auch offensichtlich nicht ständig – wir bleiben in Kommunikation.

    Ganz viele liebe Grüße,

    Beltane

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