Medikamente – Wirkungsweisen bei Mensch und Tier

Heute möchte ich kurz ein Thema anschneiden was unterschiedlichere und ungefestigtere Meinungen nicht haben könnte. Es geht um Tierversuche für Medikamente. Lange Zeit habe ich mich gescheut darüber öffentlich zu reden oder mir überhaupt eine konkrete Meinung zu bilden. Ich bin ganz ehrlich mit euch, denn wirklich weiter gekommen bin ich nicht. Fakt ist selbstverständlich, dass ich Tierversuche nicht gutheiße, dagegen protestieren möchte und nur ungerne Konzerne unterstützen möchte die ihre Finger mit im Spiel haben.

Auf meinem Kosmetik-Blog (http://BlancEtNoir.pseudoerbse.de – Direktlink: http://tierversuche.pseudoerbse.de) habe ich Tierversuche bereits zum Thema gemacht, allerdings alleinig auf die Kosmetikindustrie bezogen. Selbst hier ist der Dschungel mehr als dicht und es fällt schwer „richtig“ zu agieren, aber noch schwerer fällt es den Meisten und auch mir bei Tierversuchen für Medikamente. Seit ich vegan lebe, schlucke ich viel seltener Schmerzmittel und beschränke mich wirklich imens in der Medikamenteneinnahme. Zum Glück bin ich auf kein Langzeitmedikament angewiesen und nutze nur sporadisch eine Art Beruhigungsmittel, was sich leider nicht verhindern lässt. Ich versuche sparsam zu sein. Aber wie genau geht man letztlich damit um? Wirklich konsequent verzichten und gegebenfalls leiden oder so manche Medikamenteneinnahme als Notwendigkeit verbuchen? Wie ist eure Meinung zum Thema?

Bringe ich dieses Thema auf den Tisch, schmettern mir viele Wortfetzen entgegen… „lieber das Tier als ich„, … ist da noch die verbreiteste Variante. Ich kann diese Menschen verstehen, aber betrachtet man die Fakten sollte eigentlich Jeder ins wanken kommen oder zumindest ein wenig verwirrt sein. In meinem Fokus steht zum einem die Relation zwischen dem Leiden des Menschen und dem Massenleid und sterben der Versuchstiere. Und die Tatsache, dass Mensch und Tier sehr unterschiedlich auf viele Stoffe reagieren. Hierzu möchte ich euch eine Seite verlinken und ein YouTube-Video welches die Seite als Quelle verwendet.

http://www.homo-tyrannus.de/wirkung.htm

Letztlich bleibt mir noch zu sagen… Tut es uns wirklich so weh, wenn wir bei den nächsten Kopfschmerzen mal nicht zur Aspirin greifen?

Postskriptum: Ich spreche bewusst keine Leiden an, die den sicheren Tod oder andere schwere Krankheiten zur Folge hätten, wenn sie nicht medikamentös behandelt werden würden. Bitte beachtet dies.

3 Gedanken zu “Medikamente – Wirkungsweisen bei Mensch und Tier

  1. Tach Erbse!
    Grad deinen Kommentar gelesen. Vielen Dank!
    Haben euch übrigens grad dieses Rezept geklaut.

    Aber nun zum Thema:
    Tierversuche sind generell, auch für Medikamente, grausam. Tierversuche könnten evtl. einem Zweck dienlich sein (Ich weiß zu wenig darüber, um sagen zu können, das alle wichtigen Erkenntnisse über ein Produkt auch ohne Tierversuche gewonnen werden können). Jedoch heiligt der Zweck meiner Ansicht nach die Mittel NICHT.
    Die menschliche Moral aber ist biegsam, wie eine Pflanze im Wind. Sagen wir ich hätte eine Familie (zu der ich logischerweise eine enge Beziehung hätte) und jemand böte mir an, die Gesundheit meiner Familienmitglieder im Krankheitsfall zu verbessern. Dafür müsse er aber etliche Tiere (die ich noch nicht einmal im Leben gesehen habe) quälen und töten. Ich dächte meiner Familie geht es gut, es werde schon passen und so schlüge ich aus.
    Ginge es aber einmal jemandem aus meiner Familie schlecht, wären vielleicht sogar die Überlebenschancen unklar oder klar nicht vorhanden, antwortete ich Mephisto sicher anders.
    Ich bin gegen Tierversuche und trotzdem fresse ich, wenn meine Lunge verschleimt ist, ACC Akut 600 inkl. Laktose. Auch wenn mein Leben wahrscheinlich nicht bedroht ist, doch irgendwie fühlt es sich so an. Das Lustprinzip ist einfach unglaublich stark. Der einzige Ausweg kann meiner Meinung nur darin liegen, Alternativen zu finden, die BESSER sind. Wie beim Essen. Verzichtest du noch oder zelebrierst du schon? :D
    Was das in der Praxis heißt? Don’t ask me!

  2. Ich bin im Grunde auch gegen Tierversuche. Ich sehe es zum Beispiel nicht ein, wieso irgendwelche Kosmetikprodukte zum 120.-Mal an Tieren getestet werden müssen, obwohl sie schon seit zig Jahren auf dem Markt sind. Sammeln sie dabei denn nicht genug Erfahrung, um die Reaktion auf den Menschen bei ihren neuen Mixturen absehen zu können?
    Das „lustige“ ist ja, dass getestete Produkte auch mal ganz flott wieder vom Markt verschwinden, weil ein rasiertes Kanickel eben doch nicht dasselbe wie ein Babypopo ist…

    Ich vermeide grundsätzlich Medikamente und nehme höchstens Betäubungsmittel bei Operationen und Antibiotika… Ich bin allerdings auch so gut wie nie (ernsthaft) krank. Erkältungen kurieren schnell aus, wenn man sich nicht übernimmt.
    Oft beobachte ich Leute, die sich haufenweise Tabletten reinstopfen. Einfach aus Gewohnheit. Hier ein Tablettchen gegen Kopfweh, da ein Tablettchen gegen Mattheit, dort ein Tablettchen zur Beruhigung, bei Verdacht auf Erkältung, etc… Es handelt sich dabei aber um Leute, die im Grunde völlig gesund sind und sehr gut auch ohne diese Medikamente könnten.
    Meinem Ex-Freund habe ich mal sein Gripostat „verboten“ und siehe da, er war genauso lange erkältet wie als hätte er es genommen gehabt.

    Schlimm finde ich Tierversuche gerade bei diesen o.g. Mode-Medikamenten, die eigentlich unnötig sind, da wir a) genug davon haben und b) die Leute sich mal lieber um ihre Gesundheit kümmern sollten, anstatt gegen alles Medikamente zu fressen.

    Andererseits akzeptiere ich Tierversuche bei Medikamenten, von denen entsprechend viele Menschenleben abhängen.

    Es ist eben immer so eine Gratwanderung.

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