Veguerilla.de Sticker <3

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Gefunden habe ich dieses Bild eben bei Claudia und finde die Sticker, die man sich kostenlos bei Veguerilla bestellen kann sooo genial ;) Ich musste natürlich direkt welche anfordern und werde dann in Zukunft fleißig die Kühltheken verschönern ;)

Mein Freund (der Vegetarier ist) meinte, das sei vielleicht ein bisschen  radikal und man sollte aufpassen, dass man da keinen Ärger kriegt, aber ich finde das überhaupt nicht radikal. Abgesehen davon steht ja auch keine Beleidigung bzw. Drohung gegen Fleischfresser drauf, sondern einfach nur ein Fakt den man als Fleischfresser doch sowieso kennt, auch wenn man ihn ignoriert bzw ausblendet. Oder bin ich mittlerweile etwas radikal geworden, sodass ich gar nicht mehr merke was radikal ist und was nicht? Wie seht ihr diese Sticker denn?

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32 Gedanken zu “Veguerilla.de Sticker <3

  1. Das ist nicht radikal sondern entspricht nur der Wahrheit. Diese Verschönerung sollte zur Gesetzlichen Pflicht werden. (Wie bei den Zigaretten) :-)))
    Your . . . matai

  2. Solche Aktionen haben mich in meinen 20Jahren als Fleischesser ziemlich abgeschreckt und haben eher dazu geführt, dass ich in der Zeit alle Tierschützer/Veganer/… für Spinner gehalten habe (sie haben somit die Ignoranz auch noch bekräftigt). Also stimme ich persönlich deinem Freund zu… ich finde das auch ganz schön krass und „in your face“. Aber das war ja nur meine persönliche Auffassung. Dass es andere Menschen tatsächlich zum Nachdenken anregen könnte, möchte ich nicht abstreiten. Um einzusehen, dass Tierrechtler/-schützer natürlich recht haben und keinesfalls dramatisieren, habe ich eher sachliche, wissenschaftlich fundierte Argumentation benötigt (Warnhinweise wie sie auf Zigarettenschachteln zu finden sind, gehen eher in diese Richtung). Wie gesagt, solche emotionalen/mitleidserregende Aktionen könnten imho kontraprodutiv wirken.

    Leider musste ich in dem vergangenen Jahr, in dem ich nun vegan lebe, feststellen, dass die Wahrheit für die Allgemeinheit manchmal ziemlich „radikal“ sein kann.

    Becky

  3. es gab auch mal nen aufkleber „Achtung, Produkt aus Tierquälerei!“, weiß aber nicht mehr wo.

    strafbar ist das aufklebern nicht, sofern man den aufkleber nicht so anbringt, dass er nicht mehr abgeht. kann natürlich sein dass man von supermarkt-mitarbeitern angemeckert bzw. rausgeschmissen wird; halte ich aber eher für unwahrscheinlich.

  4. Finde ich falsch! Aufklären ist weitaus wichtiger und besser, als dumm zu propagieren! Respekt ist eine Sache, die nur von zwei Seiten aus funktionieren kann.

  5. Ich find’s nicht besonders radikal, aber auch nicht besonders wirkungsvoll, sondern ehrlich gesagt in erster Linie witzig.

  6. Die Idee ist schon cool, würde es mich aber persönlich nicht trauen/wagen. Da ich bisher mit meinen Argumenten noch niemanden dazu bringen konnte, seine Ernährung umzustellen, braucht es vielleicht radikale Methoden, die aber auch sehr schnell abweisende Reaktionen bewirken können. Also nicht ganz einfach. Vielleicht mag es jemand mal testen und die Reaktionen abwarten. So ein Test wäre doch auch was für Galileo :D

  7. Ich finde es auch nicht radikal, sondern absolut lächerlich. Hanni Huhn? Hieß das Huhn überhaupt so? Benötigen/haben Tiere Namen? Seltsam, wie der Mensch immer sich selbst auf Tiere projezieren muss. Darum habe ich schon immer Filme wie „Ein Schweinchen namens Babe“ gehasst.
    Auf der einen Seite „nein zu haustieren“, bloß keine tiere benutzen (für eigene zwecke, worunter haustiere fallen), aber auf der anderen seite tieren namen geben und damit doch wieder missbrauchen für eigene gefühlsprojektionen.

    Es hätte völlig genügt, eine anonyme Todeanzeige zu machen. Entspricht eher der Wahrheit in Bezug auf die Massentierhaltung als das kitschige Hanni Huhn.

  8. Hallo Ratzemiez,
    ich finde es fantastisch! Viele Leute wissen wie der Hase läuft und wollen einfach nicht hinsehen und verdrängen, ich glaube so manch einer würde sich beim Anblick dieser Anzeige auf der Verpackung von Fleisch nochmal überlegen ob er nicht heute lieber vegetarisch essen soll. Zumindest einen kleinen Gedanken daran senden.
    Ich finde es auf jedenfall nicht radikal, das sollte Pflicht sein, die Leute aufzuklären, die denken jedes Schnitzel lebte einst auf einem Bauernhof- viele haben keine Ahnung, und wollen es auch nicht wissen.
    Ich habe mir auf jeden Fall einen Bogen bestellt und werde es auch aufkleben!
    Liebe Grüße
    Anne

  9. Ich bin zwiegespalten. Radikal finde ich die Sticker tatsächlich nicht, aber es könnte wirklich sein, dass man damit das Gegenteil erreicht. Es wäre vielleicht wirkungsvoller, fotos auf die Sticker zu drucken, die gequälte Tiere zeigen. Da würde man vielleicht eher angewidert an der Fleischtheke vorbeigehen…
    Nichts desto trotz habe ich die Sticker mal angefordert. Bei meinen Eltern werd ich sie auf jeden Fall in den Kühlschrank schmuggeln.

    • Die Peta- “ „ir zeigen allen Leute zerfleischte Schweine“ Taktik hat bis heute kaum geholfen und wird auch direkt auf der Ware wenig helfen. Ich fände es wichtiger wenn die Schönbilder von den Theken und der Verpackung verschwinden. Es gibt keine Weide mehr!

  10. Ich finde es auch eher albern. Zum kritischen Nachdenken und zur Selbstreflektion gehört eine gewisse Grundintelligenz. Die spreche ich Otto-Normal-Fleischesser, der stumpf im Supermarkt sein Futter kauft, aber ab. Die meisten Vegetarier und Veganer sind von selber drauf gekommen, ihre Lebensweise zu ändern. Ich brauchte auch keine Aufkleber. Bei den meisten Leuten ist leider sowieso alles zu spät.

    • Grundintelligenz sprechen die meissten Fleischessern dem Feind ja auch ab. Du beisst dir da in den eigenen Schwanz.

      Größere Intelligenz benötigt dieser einfache Denkprozeß an sich nicht. Es geht um Empfinden, Empathie, Gruppendenken, Konsumverhalten usw.
      Ausserdem fühle ich mich nicht schlauer, nur weil ich kein Fleisch mehr esse. Ich fühle mich insgesamt besser und freue mich das ich einen Denkprozeß weiter bin als viele anderen. Das heisst aber nicht das ich besser bin, oder die andren 2390847392047 Fleischverzichter vor mir viel besser sind als ich.

      Denk mal drüber nach!

      • Was heißt „einen Denkprozess weiter sein“? Ist ein Ex-Vegetarier dann noch weiter als du? Und wo ist das Ziel des Denkprozesses?

        Die meisten Veganer und Vegetarier sind NICHT von „selbst“ auf irgendwas gekommen. Ich meine, Ratzemieze hat in ihrem anderen Blog letztens geschrieben, dass sie sich von ziemlich vielem immer runterziehen lassen und depri werden würde (woraufhin sie dann frustshoppen ging). Viele Veganer empfehlen auch den Tränendrüsenfilm „Earthlings“, der angeblich jeden zum Veganer machen würde.
        Wenn jemand so sentimental gebaut ist oder sich in etwas hineinsteigert, ist es naheliegend, dass er dann solche Wege einschlägt. Und das meine ich nicht abwertend.

  11. Stellen wir uns mal ein paar Situationen vor.
    1. Hans geht mit einer Fleischeslust an die Theke. Er liesst den Aufkleber und sagt nur laut “ Wieder diese Tierrechtspenner…mimimi is mir doch egal“. Er kauft die Wurst und erzählt die Geschichte lachend unter Kollegen. Effekt verpufft, Zeit vergeudet, Feindbild gestärkt.
    2. Oma Melli geht mit der kleinen Mathilde an die Theke. Mathilde wundert sich und lässt sich den Aufkleber von der Oma erklären. Melli und Mathilde sind sich einig das es eigentlich schlimm ist. Möglich wäre es, dass beide zu einem erfreulichen Schluß kommen. Wahrscheinlicher ist aber das 7 Tage später alles vergessen ist wie bei beinah jedem anderen Otto-Normal Bürger. Kurzzeitige Reaktion mit geringem Nutzen.
    3. Die hippe Nina (eine Frau als Beispiel da statistisch eher empfänglich) sieht den Aufkleber und stellt die Wurst zurück. In ihrem Kopf quellen die abscheulichen Bilder hoch von denen sie schon lange weiß. Sie greift stattdessen zum Biofleisch und bleibt mit einer gewissen Möglichkeit bei einer gesünderen Lebensweise oder reagiert mit Verzicht…Effekt ist eingetreten bei einer Person die eh schon den Denkprozeß zum Thema Fleisch gestartet hat.

    Ich will damit ausdrücken das der Effekt fragwürdig wie eine Streubombe ist. Man trifft zwar eine breite Masse aber obs die Richtigen trifft ist lange nicht gesichert. Zudem könnte Kolleteralschaden zu einer Verschlechterung der Situation führen.

    Das Ursache-Wirkungsprinzip (Stichwort Empathie) hilft ungemein dieses Vorhaben zu bewerten!

  12. hat mich überhaupt nicht abgeschreckt… war genauso lecker wie immer!!!!

    ich respektiere es, wenn jemand kein fleisch essen möchte und zwinge auch niemanden dazu, aber dass ich mir, nur weil ich anders denke, solche scherze antun muss finde ich einfach nur lächerlich!

    • „weil ich anders denke, solche scherze antun muss“

      hast du schonmal an vegetarier/veganer gedacht, die sich aufgrund deiner anderen denkweise bei jedem einkauf anblick/geruch/etc von tierischen produkten, wie du sagst „antun müssen“.

      meiner meinung nach weitaus provokativer, als kleine schwarz-weiß-sticker.

    • ich versteh nicht so ganz, was daran ein scherz sein soll…bis auf den angeblichen namen des huhns, aber das das nicht wirklich was zur sache tut, sollte klar sein…wenn dort nur drauf stünde, dass ein tier für die 10 min gaumenfreude monatelang leiden musste und geschlachtet wurde, dann ist das kein scherz sondern die wahrheit. oder würdest du die warnhinweise als raucherin auch als „scherz“ bezeichnen? wie man sich letztendlich entscheidet ist ja eine andere sache, aber man sollte sich als mündiger mensch schon den tatsachen bewusst sein!

      • @daia: Das kann man von jedem Lebensmittel behaupten. Ich finde auch, dass so mancher Käse stinkt… dann halte ich mich eben von Läden mit Käsetheken fern. In den großen Verbrauchermärkten wie Penny, Lidl, Aldi und auch im Biomarkt findest du keine Frischetheke für Fleisch und musst dir demnach auch keine Gerüche antun. Fleisch ist für eine gesunde und ausgewogene Ernährung nunmal sehr wichtig. Und wenn ich mir Fleisch bei Real oder Edeka kaufe, was TÄGLICH frisch ausgelegt und abgepackt wird, dann halte ich diese aufkleber sehr wohl für etwas, was ich mir nicht antun MUSS. Zumal ich mir auch noch Hähnchenflügel gekauft habe… 8 Stück… schonmal n Huhn mit 8 Flügeln gesehen? Das regt eher zum kaputtlachen, denn zum drüber nachdenken an!! WENN man schon solche „Aktionen“ starten möchte um etwas zu bewirken, dann doch bitte auch mit Sinn und Verstand. Bewegt die Leute ertsmal dazu, mehr Frischwaren zu kaufen und auf Massenwaren vom Discounter zu verzichten. WENIGER Fleisch ist die Lösung für den Anfang. GAR KEIN FLEISCH ist jedem selbst überlassen und sollte nicht mit provokanten Aufklebern oder ähnlichem Kinderkram erzwungen werden, sondern mit schlagkräftigen ARGUMENTEN. Diese fehlen hier allerdings komplett! WARUM ist es schlecht, wenn ich 2-3 mal die Woche Fleisch esse? Wie schadet das der Umwelt?

        @Zombiekatze:

        Alleine die Tatsache, dass du den Verzehr von Fleisch mit einem Suchtmittel wie dem rauchen vergleichst, zeigt mir schon, wie wenig du doch eigentlich über den Nahrungsbedarf eines Menschen weisst. Zigaretten sind Schädlich für Lunge, Blutgefäße, Haut und viele andere Körperorgane und -funktionen. Und vor allem lösen bestimmte Inhaltsstoffe eine SUCHT aus! Fleisch hingegen enthält wichtige Eiweiße und Vitamine, die ein Mensch für eine gesunde und Ausgewogene ernährung benötigt. Mag sein, dass man als Vegetarier so einige dieser Vitamine und Eiweiße auch über Alternativen zu sich nehmen kann, aber Warum? Warum soll ich das Risiko eingehen, durch eine „falsche richtige ernährung“ evtl Mangelerscheiningen oder gar Krankheiten zu bekommen? In Maßen genossen ist Fleisch SEHR GUT und wichtig in der Ernährung. Und ABHÄNGIG macht es sicher nicht! Natürlich gibt es bei Beiden die Extremen, sozusagen die Fleischfresser bei uns, die jeden Tag ihre Fast Food gelüste in sich hineinschieben und bei euch zum Beispiel Frutarier. Beides ist unbestreitbar schädlich für den Körper und die Gesundheit! Würde man weiter so leben wie früher, wo der Fleischgenuss noch etwas besonderes war und man gar nicht die Möglichkeit hatte mehr als 2-3 mal frisches Fleisch die Woche zu bekommen, hätte sich Vegetarismus gar nicht erst zu so einer „Modebewegung“, als was ich es empfinde, entwickelt. Vor nicht mal einem halben Jahrhundert gab es den Ausdruck Veganer noch gar nicht…. oder wie erklärt man sich sonst Entstehungen von sparten wie: Puddinvegetarier oder Flexitarier. Die Jugend geht eben immer mit der Mode…

        Und noch etwas, was mich persönlich SEHR stört. WARUM in Gottes Namen, gibt es Tofuprodukte mit Fleischgeschmack oder sogar in Fleischform??????!!! Wenn man auf Fleisch verzichten möchte, dann doch bitte KOMPLETT. Solche Produkte sind wieder die kleinen Auslöser, die einem „Normalesser“ wie mir das Grinsen über diese „Bewegung“ ins Gesicht tragen und zum Kopfschütteln anregen.

        • Hallo Miriam,

          Fakt ist jedoch, dass die vegetarische Ernährung alle wichtigen Nährstoffe für den Menschen abdeckt. Bis auf B12 ist dies auch bei veganer Ernährung der Fall.
          Du fragst, warum Fleisch nicht gesund sein soll und inwiefern es schadet (Umwelt etc.). An dieser Frage wird deutlich, dass du dich noch nicht viel mit dem Fleischkonsum und der Massentierhaltung und deren gravierenden Folgen für uns, die Tiere und die Umwelt auseinandergesetzt hast. Das ist nicht schlimm, denn das kann man nachholen. :)

          Von einer Modebewegung kann man beim Vegetarismus in keinster Weise sprechen. Bereits Pythagoras lehrte und lebte den Vegetarismus.

          Es gibt Produkte aus Tofu oder Seitan in „Fleischform“, weil diese Form in vieler Weise praktisch ist. Zumal die Fleischindustrie diese Formen doch nicht gepachtet hat. Theoretisch sind auch Seitan-Stücke in Herzform möglich, aber sind diese wirklich so handlich und vielseitig wie die Wurstform? Zumal es auch der Verständigung zu Gute kommt. „Ich esse heute vegetarisches Schnitzel.“ Da weiss Jeder sofort was gemeint ist. „ich esse heute aus tofubestehende Stücke.“ … ist wiederrum schwer zu deuten. Könnte jetzt alles sein. Ist es eine Tofuwurst, Tofuschnitzel, Tofuirgendwas?!
          Hinzu kommt noch, dass es mit Sicherheit auch kulurelle Gründe hat. Nur weil man Veganer oder Vegetarier wird, legt man seine Esskultur ja nicht vollkommen ab.
          Und dann gibt es da auch noch Vegetarier die das nicht geworden sind, weil ihnen Fleisch nicht schmeckt, sondern weil sie moralische und ethische Gründe anführen. Und das sind mit Sicherheit die meisten. Wieso sollte es also ingesamt verboten sein Tofuprodukte in längerlicher Rundform und mit einer Fleischwurstähnlichen Würzung zu essen?

          Gruß
          Erbse

        • @Erbse

          Wieso verbindest du Fleisch immer mit Massentierhaltung? Ich kenne Leute, die essen ihre (freilaufenden, offensichtlich zufriedenen) Hühner, die sie im Garten halten. Andere haben mir die Tage von ihren Lämmchen vorgeschwärmt, die ihre Heidschnucken (die auf großer Weide leben) geworfen haben. Bei letzteren gibt’s ab und zu Lamm zu essen. Niedliche, kleine Lämmer.

          Doch, auch bei den alten Griechen war Vegetarismus eine Modeerscheinung. Es war „in“ asketisch zu leben (, während außerhalb der Stadt die rechtlosen Sklaven für das Wohlergehen der Asketen sorgten).
          In Zeiten, in denen es wenig zu essen ab, war es hingegen schick, füllig zu sein, was man naturgemäß am schnellsten durch Fleischkonsum (viel Fett und Eiweiß) hinbekommt. Erst in heutiger Zeit ist Vegetarismus wieder bei den Städtern angesagt, denn Lebensmittel gibt es im Überfluss. Fett sein kann heute fast jeder. Von den (Nutz)tieren hat man sich weitgehend entfremdet („dank“ Massentierhaltung).

          @Miriam

          Ob Fleisch aus Massentierhaltung wirklich noch so gesund ist, wage ich zu bezweifeln. Ich kenne genug Leute (mich eingeschlossen), die immer weniger Fleisch essen, weil es ihnen einfach nicht mehr schmeckt. Geschmacksarm, zu viel Fett, zu sehnig. Das liegt einfach daran, dass das kranke, degenerierte Tiere sind, die wir da essen.
          Den Preis für eine vernünftige Tierhaltung wollen die allermeisten Leute aber auch nicht zahlen. In einer vernünftigen Tierhaltung würde es aufgrund von Platzmangel auch nie so viel Fleisch geben wie in Massentierhaltung, wo die Auslauffläche pro Tier Quadratzentimeter beträgt. Allein deshalb wäre es schon viel teurer.

          Ich finde die Fleischersatzprodukte auch nicht schlimm. Wir alle haben eine bestimmte Vorstellung von deftigem Essen: aromatisch, etwas schwer, festere/zähere Konsistenz, eventuell ne rauchige Note.
          Das einzige Problem, dass ich mit den Ersatzprodukten habe, ist, dass sie meistens nicht schmecken. Nicht, weil sie nicht dem Fleischäquivalent gerecht werden, sondern weil sie teilweise einfach nur unterirdisch schlecht gewürzt sind (z.B. zu salzig).

          Hab mir letztens im DM Sojaaufstrich „wie feine Leberwurst“ (hatte, glaub ich, Ratzemiez in ihrem anderen Blog kurz erwähnt) gekauft. Es schmeckt wirklich fast wie Leberwurst: allerdings die allerbilligste, die man für ca. 60Cent kaufen kann. Von der Konsistenz her nur nicht ganz so fettcremig. Dafür genauso versalzen und würzig.
          Gibt Leute, die mögen soetwas. Für die, die kein „echtes“ Fleisch mehr essen wollen, oder die, denen es egal ist, woraus ein Lebensmittel besteht, ist das doch etwas Gutes, oder nicht?
          Mir persönlich IST es egal. Ich grinse nur über die so genannten Pudding-Vegetarier/-Veganer, die den unveganen Fastfoodfresser verteufeln und selbst genauso widerlich und übermäßig Dinge in sich hineinschaufeln.

  13. schockt mich als omni nicht, da ich mir durchaus bewusst bin, dass dort ein totes tier liegt. ich bin auf einem resthof aufgewachsen und somit mit der erfahrung zu nutztieren ein emotionales verhältnis aufzubauen UND sie dann mit genuss zu verspeisen – für die ganzen stadtkinder immer ein widerspruch und daher auch diese seltsamen emotionalen reaktionen bei konfrontation, für mich ist dieser scheinbare widerspruch die normalität und ausdruck eines gesunden verhältnisses zum tod. naja, in henriks kategorien bin ich wohl typ 1, denn allein „veguerilla“ löst bei mir ein lachen aus. andererseits beschäftige ich mich durchaus gerne mit den ansichten des „feindes“, was wohl aber auch in zukunft nichts an meinem standpunkt ändern wird. versteht mich nicht falsch, erbse und zombiekatze, ihr seid mir nach wie vor sympathisch, aber bezgl veganismus kann ich mich einfach nicht mit kritik zurückhalten. in mir bewirken solche aktionen jedenfalls nichts, und finde sie genauso sinnvoll/los wie den veganismus/vegetarismus als ganzes.
    beste grüße, kaddi

  14. Ich habe prinzipiell auch nichts gegen Fleischessen Kaddi, aber wenn ich mir angucke, in welche Richtung sich das entwickelt hat…das ist KRANKHAFT! Die Tiere leiden, sie sind eingepfercht, haben Stress bis zur letzten Sekunde ihres traurigen, kurzen Daseins. Das ist nicht in Ordnung, selbst wenn man Fleischessen als „normal“ betrachtet…SO bitte NICHT !
    Wenn jemand im Wald ein Wildschwein erlegt, dann finde ich das (eher) in Ordnung (ich würds trotzdem nicht machen)…
    Aber Tiere wie in KZ’s zu quälen und dann grausam in MASSENABFERTIGUNG zu töten…das will ich nicht!
    Genau wie ich nicht bei KIK kaufe, weil ich weiss, dass dafür Menschenleben draufgehen!

  15. hallo kate

    ich kann deine wut und aufregung verstehen fühlte mich aber dennoch etwas angeschrien von deinem post.

    hätte ich die wahl würd ich auch lieber tiere im wald jagen :) und ich würde auch gerne die menschen um mich herum „befreien“, die meisten leben nämlich auch in angst bis zur letzen seunde ihres lebens, sind innerlich eingepfercht – zumindest empfinde ich das so. was ist schlimmer? vll quälen wir die tiere weil wir uns selbst quälen? so gesehen ist ssehr vieles auf der welt „krankhaft“, was davon also vermeiden? oder wie wieder „gesunden“? vll habe ich deshalb einen anderen standpunkt, habe auf vieles einen anderen blickwinkel. und andere prioritäten. ich halte daher veganismus nicht für grundsätzlich falsch, aber für eine wenig sinnvolle herangehensweise.

    betse grüße, kaddi

  16. Ich war auch fleißig stickern :)
    Habe auch noch „Achtung! Produkt aus Tierquälerei“ Sticker zuhause, finde die besser, wenn man nicht sofort kleben gehen kann (wegen dem Sterbedatum, dass dann nicht mehr passt) :))

  17. Sorry, seit´s ma´net´bös, aber bei den Todesanzeigenstickern müsste ich einfach nur lachen und würde es für einen Jux´von irgendwem halten (stimmt zwar schon irgendwie aber meiner Meinung nach würden die an ihrem eigentlichen Sinn vorbeigehen) – erbost wäre ich nicht warum auch – freie Meinungsäußerung für jeden.
    Ich glaube aber eben nicht das die Sticker so verstanden werden würden wie sie eigentlich gemeint sind…

    Nix´für ungut,

    Lg, Angi

  18. Oben stand irgendwas bei KIK würde ich nicht einkaufen gehen damit keine Menschen genau an dieser Arbeit draufgehen – ansich ja richtig aber wo bleiben die Alternativen und was tun wir gerade speziell in diesem Fall dagegen – solange es keine sonstige Alternative gibt (und am besten die zur Selbsthilfe – also nicht nur Geld sondern ein Projekt das eben Selbsthilfe möglich macht) wird ein Mensch ebenso dabei draufgehen weil er eben noch ein Stück schneller verhungert usw..
    Das klingt vielleicht hart oder zynisch aber genau das ist Realität und einzig die Boykottierung eines bestimmten Produktes noch keine Lösung (abgesehen vom eigentlichen Thema da hilft natürlich nur das).

    Lg, Angi

  19. tut mir leid, falls ich dieses alte thema noch einmal ausgrabe… ich bin eben erst auf diesen blog hier gestoßen. zunächst mal oute ich mich als „fleischfresser“, diese bezeichnung allein passt mir schonmal nicht, weil ich mich dadurch irgendwie beleidigt und nicht für voll genommen fühle. aber dennoch: ich habe mich entschlossen zwei wochen lang vegan zu essen. ja, es wird ein experiment, weil mich diese lebensweise sehr interessiert und weil ich mich nach leckeren, gesunden alternativen umsehen möchte. und wisst ihr was mich da so nervt? dass man bei der suche nach produkten und rezepten auf keine information stößt, die neutral und nicht von irgendwelchen „leute die fleisch essen sind ja so dooooooof“-messages geprägt sind. einige drücken sich dabei zwar sehr gepflegt aus, macht die sache aber nicht besser.
    was mich dann auch irgendwie böse macht, sind solche stickeraktionen. ich habe den eindruck, entweder man ist kompletter vegetarier/veganer, oder man ist ein arsch. menschen, die sich einfach interessieren und gerne mal vorsichtig in die fleischlos-marterie reinschnuppern würden, werden durch sowas unnötig abgeschreckt und eingeschüchtert. wie schon gesagt wurde, ein großteil der bevölkerung ist sich bewusst, was da im tiefkühlfach liegt – diejenigen, die es einen dreck kümmert, werden sich von so einem sticker nicht beeindrucken lassen. diejenigen, die es interessiert, werden von so einem vorgehen der veganer (was ich durchaus als aggressiv empfinde) einfach mal in die ecke gedrängt und trauen sich schon garnicht mehr, einfach mal auszuprobieren, ohne vorläufig schon die feste intention zum kompletten verzicht zu haben. aber genau solche leute sind doch wichtig! genau solche haben das potential, für sich zu entdecken „hey, das ist garnicht schlecht, da kann ich auch auf fleisch verzichten“.
    das ganze gestickere hat keine andere message als „wenn du das isst, bist du ein arschloch“ und nein, das ist keine gute methode um jemandem die augen zu öffnen – sondern eher perfekter nährstoff für trotzreaktionen.
    noch zu einem punkt: das argument von wegen „ja mich störts auch fleisch zu riechen, dann darf ich sachen kleben“ ist kein greifendes für den hier behandelten konflikt. für die „einteilung“ von supermärkten können die käufer nämlich nix. und ich glaube nicht, dass es viele stören würde, wenn eine vegane abteilung existieren würde, die ausserhalb der geruchsweite von fleischtheken jeglicher art liegt. fände ich persönlich aucn viel einfacher für meine anfängliche suche nach lebensmitteln.

    herzlichst,
    tom

    • Lieber Tom,

      erst mal schön, dass du dich für die vegane Lebensweise interessierst!
      Du hast auf der einen Seite sicherlich recht und nicht jeder Veganer heißt es gut, dass Nicht-Veganer angegriffen werden. Schließlich war (fast) jeder von uns vorher Fleischkonsument und ist den Schritt über den Vegetarismus gegangen. Ich finde es auch falsch, in die angreifende Offensive zu gehen.
      Auf der anderen Seite muss man bedenken, dass viele Menschen heutzutage nur durch ‚Schocker‘ zum Nachdenken angeregt werden (egal, ob um welches Thema es geht). Du musst auch bedenken, dass viele Veganer sich nicht mit der Lebensweise im Stillen und Verborgenen begnügen, sondern auch aktiv sein möchten. Ich glaube, dass man nur mit Aktivismus dauerhaft etwas verändern kann (auch wieder themenindifferent). Dabei sollte aber niemand angeprangert werden, sondern einfach nur wachgerüttelt. Die Einsicht muss von alleine kommen, da kann man nichts erzwingen und das schon viel weniger durch Anfeindungen. Da gebe ich dir völlig recht. Aber es gibt eben immer auch die andere Seite, die es zu beachten gilt.

      Nun wünsche ich dir viel Glück bei deinem Experiment und berichte uns doch, wie es verlaufen ist :)
      Und bitte nicht entmutigen lassen, denn wie es in allen ‚Gruppen‘ der Fall ist: Idioten gibt es überall – und Ausnahmen bestätigen die Regel ;)

      Liebe Grüße

  20. Damit der Sticker etwas bewirkt, muss es wenigstens es schon vorher ein bißchen „Klick“ gemacht haben. Sonst geht das Ganze nach hinten los!!!

  21. Hallo,
    Ich wollte nur nach einem genaueren Link für die Sticker fragen… konnte sie auf veguerilla.de nicht finden, weil da irgendwie nur weitere Links zu finden sind. Würde sie nämlich gerne bestellen :p
    Danke
    LG

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