Schnelle Plätzchen

Es ist schön, sich in der Vorweihnachtszeit hingebungsvoll  anspruchsvollen Plätzchenrezepten und der aufwendigen und filigranen Verzierung von Gebäckstücken hinzugeben und das gehört für mich auch fest dazu.

Aber manchmal muß es auch mal schnell gehen, weil sich Besuch angekündigt hat, man ein schnelles Mitbringsel braucht oder jemand einfach lautstark nach Plätzchen verlangt- bei dem Einen die Kinder, bei dem Anderen Mann oder Freund oder eben der eigene innere unterzuckerte Schweinehund ;-) und im dringendsten Fall alle zusammen und gleichzeitig 8O !

Schnelle Plätzchen sollten nicht nur schnell backfertig zubereitet sein, sondern im Idealfall auch schon hübsch aus dem Ofen kommen und keinerlei zeitaufwendige Verzierung nötig haben :-)

Der Grundteig ist ein einfacher 1-2-3-Mürbeteig (die Menge reicht für 2 Bleche jeder Sorte, also 4 Bleche Plätzchen insgesamt):

  • 1 Teil Zucker (200g)
  • 2 Teile feste Margarine (Alsan)(400g)
  • 3 Teile Mehl (600g)

für die Spiralplätzchen:

  • echtes Kakaopulver
  • Orangen- oder Zitronenaroma oder- abrieb

für die Engelsaugen:

  • Marmelade, Fruchtaufstrich etc.

Eigentlich macht man einen Mürbeteig ja mit kalter Margarine, aber es soll ja diesmal schnell gehen. Also machen wir die Alsan in der Mikrowelle weich und rühren sie mit dem Handmixer unter das Mehl und den Zucker, bis sich alles gut vermischt hat und machen aus dem Krümelteig mit den Händen eine Kugel, welche wir halbieren. Aus einer Hälfte werden die Engelsaugen, aus der anderen die Spiralplätzchen.

Die Teighälfte für die Spiralplätzchen halbieren wir nochmals und vermengen den einen Teil mit Kakaopulver, den anderen mit Aroma oder Abrieb.

Dann nehmen wir ein Stück Klarsichtfolie und drücken darauf den dunklen Teig mit Händen und Fingern (für die Teigrolle ist der Teig ohne vorherigen Kühlschrankaufenthalt zu weich und zu klebrig und es soll ja schließlich schnell gehen ;-) ) einigermaßen rechteckig und 0,5-1cm dick darauf aus. Den aromatisierten Teig verteilen wir mit dem gleichen Verfahren auf dem Kakaoteig, an den Länsseiten noch etwas Kakaoteig freilassend. Das Verteilen des hellen Teiges auf dem dunklen geht eigentlich ziemlich gut, da der untere Teig durch die Zugabe des Kakaopulvers etwas fester ist.

Jetzt rollen wir den Teig mit Hilfe der Klarsichtfolie von längs her auf und legen die Rolle so lange in den Kühlschrank, bis sie einigermaßen fest genug ist, um geschnitten zu werden. Das dauert je nach Dicke etwa 30-60 Minuten. Aber in der Zwischenzeit machen wir ja schonmal die Engelsaugen.

Die Teigrolle muß dann nur noch in etwa 1cm dicke Scheiben geschnitten und diese für 8-10 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C Umluft gebacken werden. Fertig!

Einen Teigknubbel haben wir ja noch übrig für die Engelsaugen.

Auch hier arbeiten wir wenn möglich ohne vorherigen Kühlschrankaufenthalt (es sei denn, der Teig ist doch viel zu klebrig) und verarbeiten den Teig zu kirschgroßen Kügelchen, drücken in diese mit dem Finger (das ist toll für die Kinder :-D ) oder etwas Vergleichbarem wie dem Ende eines Holzkochlöffels mittig eine Vertiefung, die dann mit Marmelade o.Ä. gefüllt wird. Ich habe diesmal Orangen-Sanddorn-Fruchtaufstrich genommen. Der ist etwas säuerlich und paßt hervorragend zu dem süßen Teig und ist nicht so gewöhnlich. Aber hier sind der Fantasie ja keine Grenzen gesetzt.

Jetzt müssen die Plätzchen nur noch für 8-10 Minuten in den auf 180°C Umluft vorgeheizten Backofen.

Und schon haben wir ohne viel Aufwand 2 Sorten Plätzchen gezaubert, die sich sehen lassen können!

Man kann das Mehl natürlich anteilig durch gemahlene Nüsse oder Mandeln ersetzen oder auch aromatisieren…

Eure

11 Gedanken zu “Schnelle Plätzchen

    • Das freut mich <3, aber es ist ja nicht mein Blog, ich darf mich hier nur austoben ;-)
      Viel Spaß beim Nachbacken. Die Kackhäufchen kommen bei Kindern wirklich gut an :-)
      Und die Engelsaugen sind eigentlich die einzigen Plätzchen, wie ich finde, die man entspannt auch mit kleineren Kindern zubereiten kann, die noch nicht mit Förmchen umgehen können. Die Kleinen finden es großartig, so eine wichtige Aufgabe wie das Muldendrücken übrnehmen zu können :-)
      Liebe Grüße

  1. Hmm.. Plätzchen!! :-)
    Ich hätte mal eine Frage. Und zwar verzweifle ich regelmäßig an Teigrollen. Irgendwie drück ich die beim Schneiden immer platt. Das schmeckt zwar trotzdem, sieht aber leider sehr unschön aus. Hast Du da vielleicht einen Tip? Rolle kalt stellen und Messer nass halten hat leider nicht funktioniert :-(
    Aber die Spiralen sehen echt schick aus! Die muss ich auch mal testen :-D

    • Mmmmh, das pauschal zu beantworten ist schwer, kommt ja auch immer auf den Teig an. Generell kann man die Rolle beim Schneiden ein bißchen drehen, dann wirds vielleicht nicht ganz so eckig und platt… Vielleicht ist die Margarine nicht fest genug? Bei manchen Rezepten hilft es, die Teigrolle auch mal eine ganze Nacht in den Kühlschrank zu verbannen. Durch die Zugabe von mehr Mehl wird der Teig an sich schon etwas fester…
      Im Fall des Teiges aus meinem Rezept müßte die Rolle im Kühlschrank allerdings so fest werden, daß sie sich problemlos schneiden läßt, da die verwendete Alsan ja im kalten Zustand eine sehr feste Kosistenz wie Butter hat. Vielleicht probierst du das Rezept mal aus und schaust, wie es klappt?
      Liebe Grüße :-)

      • Vielen Dank für die schnelle Antwort! Und das mit dem Austesten Deines Rezepts ist eine gute Idee. Schwarz Weiß Gebäck steht eh auch noch auf der Liste für diesen Advent :-)
        Hatte übrigens alle mir bekannten Tricks angewandt: Teig in den Kühlschrank, fertige Rolle auch nochmal in den Kühlschrank, sowieso schon kalte Margarine (Alsan) verwandt.. Aber irgendwie drücken die sich ein, sobald ich das Messer ansetze. Ich könnte vielleicht auch mal versuchen, mit Garn zu schneiden, fällt mir da gerade ein.
        Egal: ich gebe Rückmeldung nach Deinem Rezept :-)
        Liebe Grüße und danke für´s Rezepte-Teilen!

  2. Ich habe deine Rezepte gestern zusammen mit den Lebkuchen und Vanillekipferln aus dem gleichen Backbuch ausprobiert. In Ermangelung von Kinderfingern habe ich ganz experimentell einfach meinen eigenen kleinen Finger verwendet, was aber genauso gut ging.. ;) Alles ist super geworden! Vielen lieben Dank für die tollen Rezepte! :)

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